Die Burg Hülshoff zwischen Havixbeck und Münster

Der ehemalige Rittersitz Burg Hülshoff und Annette von Droste zu Hülshoff sind ein Stück gemeinsamer Geschichte und untrennbar miteinander verbunden. Die Burg ist seit 1417 Stammsitz der Freiherren von Deckenbrock-Droste zu Hülshoff. Annette von Droste zu Hülshoff wurde 1797 auf der westfälischen Wasserburg geboren und lebte hier 29 Jahre, bevor sie ins nahe gelegene Rüschhaus übersiedelte. Im Rüschhaus lebte und arbeitete sie von 1826 bis 1846. Unter anderem verfasste sie hier auch ihr bekanntestes Werk „Die Judenbuche“. Annette von Droste zu Hülshoff starb hier am 26. Mai 1848. Sie ist bis heute
die bedeutendste deutsche Dichterin.


Der ehemalige Rittersitz Burg Hülshoff und Annette von Droste zu Hülshoff sind ein Stück gemeinsamer Geschichte und untrennbar miteinander verbunden. Die Burg ist seit 1417 Stammsitz der Freiherren von Deckenbrock-Droste zu Hülshoff. Annette von Droste zu Hülshoff wurde 1797 auf der westfälischen Wasserburg geboren und lebte hier 29 Jahre, bevor sie ins nahe gelegene Rüschhaus übersiedelte. Im Rüschhaus lebte und arbeitete sie von 1826 bis 1846. Unter anderem verfasste sie hier auch ihr bekanntestes Werk „Die Judenbuche“. Annette von Droste zu Hülshoff starb hier am 26. Mai 1848. Sie ist bis heute die bedeutendste deutsche Dichterin. Im Münsterland gibt es eine große Anzahl von gut erhaltenen Herrensitzen, Burgen und Schlössern. Einige sind für Besucher nicht freigegeben, andere beherbergen Museen, Gastronomien oder gar Hotels. Die „100 Schlösser-Route“ animiert geradewegs dazu die schönsten von ihnen auf dem 4-Sterne-Radweg zu besuchen. Wir möchten Ihnen die Wasserburg Hülshoff und ihre Geschichte etwas genauer vorstellen.

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Burggeschichte

Die Burganlage wurde im 11. Jahrhundert erstmals als Oberhof „Zum Hülshoff“ urkundlich erwähnt. Seit 1417 sind die „Herren von Deckenbrock / Droste zu Hülshoff“ als Besitzer bekannt. Die Familie nutzte die Burg zunächst als Landsitz, vor allem in den Sommermonaten. Erst Heinrich I. von Droste zu Hülshoff (1500 – 1570) verlegte seinen ständigen Wohnsitz nach Hülshoff. Er war es auch, der 1540 – 45 das Haupthaus durch den westlichen Flügel erweiterte und die Burg befestigte. Stärker befestigt wurde die Anlage 1580 durch seinen Sohn Bernhard II. von Droste zu Hülshoff, den Bürgermeister von Münster. Dessen Sohn Heinrich II. musste, bedingt durch wiederholte Belagerungen und Plünderungen im spanisch-niederländischen und im Dreißigjährigen Krieg, die Befestigung abermals verstärken. Er schüttete 1628 die jetzige Lindenallee, den heutigen Zugang zur Burg, auf und pflasterte sie. Dank dieser Befestigungen verteidigte man sich noch im 18. Jahrhundert mit 18 Mann und ebenso vielen stets geladenen Gewehren. Burg Hülshoff stellt sich bis heute als geschlossene Renaissance-Anlage dar, deren hohe Dreistaffelgiebel schmucklos gehalten sind. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Anlage in Formen des Barocks erneuert, umgebaut und erweitert, wobei der Baumberger Sandstein zusammen mit Ziegelmauerwerk zum Einsatz kamen. Die Burgkapelle im neugotischen Stil wurde durch den Landrat von Münster, Heinrich von Droste zu Hülshoff (1827 – 1887) angebaut.
Heute beherbergt die Burg ein Museum, die Verwaltungsräume der Annette von Droste-Hülshoff Stiftung und eine Schlossgastronomie, die sich in den Kellergewölben der Burg befindet.

Museum

Im Erdgeschoss der Burg befindet sich in mehreren Räumen das Droste-Museum. Es gewährt dem Besucher einen Einblick in die Lebensgewohnheiten des münsterischen Adels zur Zeit des Klassizismus (1770 – 1840) und des Biedermeiers (1815 – 1848). Zu sehen bekommt er unter anderem das kleine Empfangszimmer, das große Speisezimmer mit Gemälden der Vorfahren der Dichterin, kostbare Möbelstücke aus vergangenen Jahrhunderten, die reich bestückte Bibliothek des Hauses und Erinnerungsstücke an Annette von Droste zu Hülshoff sowie einige persönliche Gegenstände. Besonders aus dem prachtvollen Gartensaal eröffnet sich ein bezaubernder Blick auf den malerischen Schlosspark.

Schlossgastronomie

In den Kellergewölben befindet sich das Café-Restaurant der Burg. Das Angebot an Speisen reicht hier von knackigen Salaten über die Havixbecker Hochzeitssuppe, Bratkartoffeln mit Spiegelei oder Matjes, hausgemachten Dicke Bohnen mit Kasseler bis zum Schnitzel vom Landschwein mit Pilzen und Salat.
Die Kuchenauswahl lädt zu einem gemütlichen Kaffeetrinken ein. Von der heißen Waffel mit Kirschen und Vanilleeis über Apfelkuchen mit Sahne bis zur „Burg-Hülshoff-Torte“ kann man sich die Kaffeerast versüßen.
Jetzt ist zwar nicht die Zeit für den Biergarten, aber für den nächsten Frühling sei schon darauf hingewiesen, dass man bei gutem Wetter im kühlen Innenhof des Schlosses das gesamte Speisen- und Getränkeangebot des Hauses genießen kann. Zudem richtet die Schlossgastronomie auch Feiern, Empfänge, Hochzeiten und Veranstaltungen sowie eigene kulinarische Events aus.

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Park- und Gartenanlage

Wenn im Frühjahr die ersten Tulpen und Narzissen, Rhododendren und Azaleen und im Sommer die Rosen blühen, wird man von einer Atmosphäre empfangen, die einst Annette von Droste zu Hülshoff zu ihren Erzählungen und Gedichten inspiriert haben muss. Die weiträumigen und gepflegten Anlagen des Parks mit Sommer- und Winter-Boskett (kleines Lustwäldchen innerhalb eines geometrisch gestalteten barocken Schlossgartens). Wildgehege, eine Liegewiese, eine Garteninsel mit kleinem Teehaus im Wald laden zum Spaziergang, zu Erholung und zur Entspannung ein.
Im Schlosspark finden alljährlich auch die „Gartenträume-Messen“ statt. Neben Neuigkeiten im grünen Bereich sowie vielem Schönen und Nützlichen für alle Gartenliebhaber laden auch ein attraktives Rahmenprogramm, stimmungsvolle Livemusik, kulinarische Angebote und ein Theater zum Verweilen ein. Im Jahr 2015 findet diese Gartenmesse vom 23. – 25. Mai statt.

Weitere Informationen:
www.burg-huelshoff.de