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Der Maximilianpark in Hamm

Der Maximilianpark in Hamm



Der Maximilianpark in Hamm
Die Stadt Hamm hat seit der Landesgartenschau im Jahre 1984 ein weithin sichtbares neues Wahrzeichen, den „Gläsernen Elefanten“. Diese Landesgartenschau war die erste, die in Nordrhein-Westfalen stattfand. Wie schon des Öfteren in diesem Magazin thematisiert, hatte Westfalen und hier insbesondere das Ruhrgebiet unter dem Strukturwandel von Kohle und Stahl zu leiden. In Hamm war es unter anderem das Gelände der ehemaligen Zeche Maximilian, das einer neuen Bestimmung zugeführt werden sollte. Die 1912 in Betrieb genommene Schachtanlage (Grube) musste 1943 aufgegeben werden, da sie „abgesoffen“, das heißt vollgelaufen war. Die Wassermassen traten sogar über Tage aus. Das Gelände wurde sich selbst überlassen. Eine vielfältige Pflanzenwelt entstand.


Anfang der 1980er Jahre beschloss der Rat der Stadt Hamm, das brachliegende Gelände wieder nutzbar zu machen. Die Idee zur ersten Landesgartenschau in NRW war geboren. 1984 wurde die Landesgartenschau eröffnet. Bereits nach einem Jahr wurde das Gartenschaugelände umbenannt in Maximilian Park, der heute im Volksmund auch oft Maxi-Park genannt wird. Neben dem gläsernen Elefanten bietet der Park seinen jährlich 400 000 Besuchern zahlreiche Natur-und Kulturerlebnisse.

Der Glaselefant
Mitten im Park steht der gläserne Elefant. Der Künstler Horst Rellecke verwandelte 1984 die Kohlewäsche der ehemaligen Zeche Maximilian in die begehbare Plastik, den größten Elefanten der Welt. Wer mit dem Fahrstuhl nach oben fährt, genießt in 25 Meter Höhe einen fantastischen Panoramablick über das Parkgelände, die Stadt Hamm und das grüne Umland. Im Elefanten erwartet den Besucher ein Garten mit kinetischen Objekten. Die Namen der Objekte sind Programm: „Der Palmenputzer“ putzt tatsächlich die Palmen, die Gottesanbeterin klettert langsam und bedächtig eine Metallstange hoch und das „durstige Huhn“ spendet den Pflanzen rundherum Wasser. Das alles geschieht auf Knopfdruck der Besucher.

Das Schmetterlingshaus
Es ist das größte tropische Schmetterlingshaus in NRW. Bis zu 80 verschiedene Schmetterlingsarten aus den tropischen Regionen von Südamerika, Afrika, Thailand, Malaysia und den Philippinen leben hier im Laufe einer Saison. Die bis zu Handteller großen Schmetterlinge fliegen dabei völlig frei durch das 450 m² große tropische Paradies. Jeden Sonntag in der Zeit von 14.00 – 16.00 Uhr steht den Besuchern ein Mitarbeiter des grünen Klassenzimmers für Fragen zur Verfügung. In dem Pflanzenparadies herrschen tropische Temperaturen von rund 26 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent. Hier gedeiht eine üppige Pflanzenpracht mit Urwaldgewächsen, Bachläufen und Teichen.

Spielen und Toben
Großzügig angelegte Spielflächen sind das wahre Paradies für kleine und große Kinder. Ungewöhnliche Spielgeräte fordern Geschicklichkeit und Können voraus. Die drei großen Spiellandschaften verfügen über ein Areal von 6 500 m².
Mit dem Piratenschiff auf Kaperfahrt gehen und die Welt entdecken. Hier werden Seeräuberträume wahr, wenn mit der Wasserkanone geentert wird.
Auch das Tal der tausend Wasser ist im Sommer ein großer Kindermagnet. Toben und matschen, was das Zeug hält. Der Fantasie auf dem Wasserspielplatz mit seinen vielen Spielgeräten sind kaum Grenzen gesetzt. Kleidung zum Wechseln sollte aber auf gar keinen Fall vergessen werden.
Auf dem Dschungelspielplatz sind Mut und Geschicklichkeit gefragt, wenn es darum geht sich an Lianen zu schwingen, auf einem Baumstamm über den Fluss zu balancieren oder durch die Kletternetze zu hangeln.
In der alten Mine schließlich kann man auf Schatzsuche gehen. Es gilt dabei zum Beispiel den alten Stollengang der Mine zu erkunden oder Wasser für das Schürfen nach Schätzen über Pumpen und Rinnen nach oben zu pumpen.

Industriekultur
Der Maximilianpark ist das erste renaturierte Zechengelände in Deutschland. Der Park ist der östlichste Ankerpunkt der „Route der Industriekultur“ und zählt damit zu den bedeutendsten Industriedenkmälern der Region. Überall im Park sind die Spuren der Zeche Maximilian zu finden. Neben dem gläsernen Elefanten auf dem Gelände und der alten Waschkaue ist es die wunderbare Architektur der Elektro­werkstatt, der Werkstatthalle oder der Waschkaue. An anderen Stellen sind Reste und Ruinen der ehemaligen Zechenanlagen zu entdecken, die allmählich von der Natur zurückerobert werden. Vor und zwischen all diesen Gebäuden gedeiht ein wahres Blumenparadies. Stauden- und Gräserpflanzungen, der Fuchsiengarten, der Rosenhang oder der Apotheker-, Kräuter- und Gemüsegarten sind nur einige Beispiele. Seit der Landesgartenschau gibt es auch Skulpturen im Park. Da in den vergangenen Jahren viele Skulpturen hinzugekommen sind, lohnt eine Entdeckungsreise durch den Park. Eine besondere Anziehungskraft üben die großen Wasserflächen aus. Sei es der Naturteich mit seinen vier Inseln oder der Fontänenteich mit dem Piratenschiff und dem Seekiosk.

Die Gastronomie
Genüsse für Augen und Ohren gibt es im Park an vielen Stellen. Die für den Magen findet man im Bistro „Werkstatt“. Hier gibt es auch einen Biergarten hinter der Werkhalle. Nach mehreren Stunden schauen und staunen ist der Biergarten im Sommer einfach ein Muss. Ein Eis schlemmen auf den Seeterrassen gehört besonders für die Kinder zum festen Programm. Im Sommer gibt es im Park auch mobile Verkaufsstände. Im Park sind auch vier Grillhäuser zu vermieten. Für jedes Grillhaus wird eine Pauschalmiete von 30 Euro, sowie ein Tagespreis pro Person erhoben.
Das ganze Jahr über finden im Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt. Märkte und Feste, Konzerte, Ausstellungen und spezielle Kinderfeste, wie das Hüpfburgenfest und viele andere Termine erfahren Sie immer aktuell auf der Internetpräsenz.
Für die Ruhris (Bürger des Ruhrgebiets) liegt Hamm ja quasi vor der Haustür. Kinder eingepackt und einfach mal hin.

Weitere Informationen unter:
www.maximilianpark.de