Kategorie: Hochprozentiges

Malaria-Prophylaxe

Wir danken Michaela Habbel für ihre bisherigen Beiträge und präsentieren ein neues Gesicht: Michael Elter. Dortmunds einziger Barmeister. Mit freundlicher Unterstützung von Getränke Weidlich stellt er ab sofort seine Kreationen im Westfalen Magazin vor.

2015_biederundmeierDer Gin & Tonic wurde Mitte des vorletzten Jahrhunderts von den Briten in Indien als Malaria Prophylaxe kreiert. Der Wirkstoff im Tonicwater ist die Chinarinde (Chinin), die hierbei als Schutz fungiert.
Der Ursprung des Gins ist der holländische Genever. Die Briten gaben noch zusätzlich Wachholder, Citrusaromen und diverse Kräuter dazu.
Gin zählte damals zu den „Underclass-Getränken“. Bemerkenswert ist, dass in Zeiten der Prohibition, Gin in der Badewanne angesetzt wurde. Daraus entstanden andere große Barklassiker, u. a. der Martini-Cocktail.
In den 80er Jahren sank die Popularität des Gins, bis Bombay Saphire für frischen Aufwind sorgte. Die Wachholder-Aromen wurden reduziert. Dadurch entstand ein leichteres, frischeres Destillat. Hendricks folgte dem Beispiel mit einer eigenen Mixtur, wobei hier Rosenwasser sowie, man höre und staune, Gurkenwasser zugefügt wurde. – weiterlesen –

Bourbon – der Nationalstolz der USA

habbel_kolumneBei amerikanischem Whiskey denken die Meisten sofort an Bourbon, dieser verfügt auch unbestreitbar über den Hauptmarktanteil. Allerdings wird auch aus anderen Rohstoffen als Mais gebrannt. So gibt es außerdem den Rye Whiskey, Tennessee Whiskey und Corn Whiskey.

Der Bourbon allerdings ist die einzige Nationalspirituose der USA.

Am 4. Mai 1964 erklärte der amerikanische Kongress Bourbon zu einem „unverkennbaren Produkt der Vereinigten Staaten“ um ihn gesetzlich zu schützen und andere Länder daran zu hindern, ihre Destillate ebenfalls als Bourbon zu bezeichnen.Der Name Bourbon stammt vom zentral in Kentucky gelegenen Bourbon Country. Dieses wurde zu Ehren eines gleichnamigen Königshauses so benannt, dessen Adelige auch „die Bourbonen“ genannt wurden.

Aber was macht einen Bourbon eigentlich aus?

whiskyNatürlich gibt es hierzu gesetzliche Vorschriften. Diese besagen, dass dieser Whiskey erst dann Bourbon genannt werden darf, wenn er mindestens aus 51 % Mais hergestellt wird, der Alkoholgehalt des Destillates nicht mehr als 80 % Vol. bei der Herstellung und 62,5 % Vol. bei der Abfüllung in das augekohlte Fass beträgt, das aus neuer Weißeiche besteht. Der Whiskey lagert dort mindestens 2 Jahre.

Sollten Sie einen Whiskey ohne Altersangabe finden, so können Sie davon ausgehen, dass er zwischen 4 und 6 Jahren alt ist, denn gesetzlich muss der Bourbon unter 4 Jahren eine Altersangabe aufweisen.
Lassen Sie sich doch vor allem während der kalten Jahreszeit von einem schönen Tröpfchen Bourbon innerlich erwärmen.

Weitere Informationen:
www.brennerei-habbel.de

Vom Gärbottich zur Brennblase

White Dogs
Der Reiz des Verruchten

habbel_kolumneWhite Dog, New Make und Moonshine – diese verschiedenen Begriffe meinen ein- und denselben Inhalt: Einen ungereiften frisch destillierten „Whisky“, der gesetzlich so noch nicht genannt werden darf.
Durch die Prohibition sollten die USA moralisch und körperlich gesunden, doch stattdessen boomte das organisierte Verbrechen. Selbst die High Society Washingtons trank illegal – besonders beliebt war der White Dog. In der Zeit von 1919 bis 1933 waren Mondscheinkneipen, auch Speakeasy genannt, deshalb besonders begehrt. Zutritt hatten nur die Gäste, die auch Mitglied waren, denn in diesen Kneipen wurde illegal gebrannter Alkohol unter der Ladentheke ausgeschenkt. Bekannte Gangsterbosse wie Al Capone und Johnny Torrio hatten zu dieser Zeit ihre Hochkonjunktur in der illegalen Alkoholindustrie. – weiterlesen –

Vom Gärbottich zur Brennblase

Ein kleiner Blick auf die „Geburt“ des Alkohols

habbel_kolumneDie Rohstoffe eines jeden Alkohols sind den meisten Menschen wohl bekannt; somit gilt es zunächst zum Kern einer jeden Spirituose vorzudringen.
Zunächst der Fermentation, bei der Zucker durch Zugabe von Hefe in Alkohol umgewandelt wird. Früchte bringen den Zucker in der Regel von Natur aus mit, wie zum Beispiel die Williamsbirne. Im Getreide allerdings verbirgt sich der Zucker (Mehrfachzucker genannt) in Form von Stärke. Diese muss zunächst aufgebrochen werden, was je nach Rohstoff durch Kochen und durch Enzyme geschieht, die den Mehrfachzucker in Einfachzucker verwandeln, der dann fermentieren kann. – weiterlesen –

Auf die Fässer –

Fertig – Rum

habbel_kolumneDer König der fassgereiften Spirituosen ist Whisky, da sind wir uns einig. Aber noch nie zuvor war Rum in unseren Breitengeraden so en vogue: Das Rumgeschäft boomt, dies ist unter anderem daran zu erkennen, dass beispielsweise die wichtigsten internationalen Cocktailwettbewerbe von den führenden Rum-Marken veranstaltet werden, wie beispielsweise Havana Club. Auch die Auswahl in den Spirituosengeschäften erstrecken sich auf hunderte verschiedene Sorten.

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