Das Frühjahrs-Menü wurde von Dirk Engemann gekocht. Seit 1997 ist er Eigentümer des 1924 erbauten Hotels, das unter dem Namen „Astenblick“ weit über die Grenzen von Winterberg bekannt wurde. Vor einigen Jahren wurde es von Dirk Engemann und seiner Frau Bettina zu „Liebesglück“ umbenannt. Der Name Astenblick blieb in diesem Haus jedoch erhalten, denn so heißt heute das Gourmet­restaurant des Hauses.

(Eine Sauerländer-Orientalische Freundschaft)
Zubereitung

Bucheckerncouscous
Bucheckern sind leicht bitter, man muss sie mühselig schälen und rösten, dann verfeinern wenige Bucheckern den Couscous zu einem erdigen Gericht. Nicht nur als Deko, sondern äußerst fein, nussig-erdig schmecken frische Buchsprossen. Wie man Couscous zuereitet, sagt Ihnen sicherlich gerne Ihr neuer syricher Nachbar – eine Gelegenheit sich besser kennen zu lernen.

DimSum vom Rehherz
Ein Rehherz wird angebraten und geschmort, dann in Würfelchen geschnitten und mit frischem Rehhack vermischt. Zwiebelchen, Gemüsewürfelchen, saure Gurken oder Kapern tun dieser Füllung ebenfalls sehr gut. Wer es orientalisch liebt, gibt etwas Kreuzkümmel hinzu. Mit dieser Masse werden kleine Nudelplatten gefüllt und als offenes „Ravioli“ gedämpft. Aus der übrigen Masse können Ravioli oder Klößchen für eine kräftige Suppe hergestellt werden.

Rehragout
Rehschulter und Nacken in Würfel schneiden und ein klassisches Ragout zubereiten. Die Sauce durch ein feines Sieb gießen und zum Lack einkochen. Mit Butter aufmontieren und zum Gericht dazu geben. Auch hier lohnt es sich, eine größere Menge zuzubereiten. Das restliche Ragout hält sich bis zum nächsten Sonntag.

Rehrücken
300 g Rehrücken anbraten und langsam ziehen lassen. Sie können ihn sehr gut blutig lassen oder auch rosa braten. Auch die Koteletts werden nur sehr kurz angebraten. Längeres Ruhen entfällt hier, da die kleinen Koteletts sehr schnell gar sind.

„Grüne Mus“
Dies ist die Kraftnahrung nach einem langen Winter. Bei einem Spaziergang pflückt man die Blätter von: Gundermann, Knoblauchrauke, Brennessel, Brunnenkresse, Löwenzahn (Wuwelspöste auf Winterbergisch) und anderen essbaren Kräutern. Die werden gehackt und in eine Mehlschwitze mit etwas Sahne eingerührt und gar gekocht. Falls die Kräuter schon etwas erwachsener sind, sollte man sie blanchieren und dann erst in die weiße Sauce einrühren. Man kann es wie Rahmspinat servieren.

Alle Komponenten werden nun angerichtet und mit frischen Frühlingskräutern dekoriert.

Viel Spaß beim Nachkochen
Ihr Dirk Engemann