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Aktueller Tipp: 9
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Wir
freuen uns Rüdiger Sasse von der renommierten Edeldestillerie
SASSE im Münsterland gewinnen zu können. Er
stellt in regelmäßigen Abständen Hochprozentiges
vor und erklärt
warum Schnaps nicht gleich Schnaps ist. |
Seit dem der Autor Ian Fleming im Jahr 1953 seinen Agenten 007 erstmalig auf geheime Mission schickte, trinkt der smarte Undercover Agent James Bond seine Martinis, nur „geschüttelt, nicht gerührt“.
Geschüttelt, nicht gerührt –
und die Sache mit dem Eis
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Doch warum werden Martinis überhaupt geschüttelt oder gerührt? Hat es geschmackliche Gründe oder ist es einfach nur ein Show-Effekt? Die Antwort ist schnell erklärt.
Die Geschmacksmoleküle, die dem Martini-Drink seinen einzigartigen Geschmack verleihen, haben mehr Masse als die Alkoholmoleküle. Wird der Martini geschüttelt, gelangen diese großen Moleküle direkt an die Oberfläche des Drinks. Wird er hingegen nur gerührt, gelangen deutlich weniger Geschmacksmoleküle an die Oberfläche.
Wer also seinen Martini geschüttelt und nicht gerührt bestellt, möchte gleich mit dem ersten Schluck ein intensives Geschmackserlebnis genießen, ebenso wie Bond, der in allen Filmen nur einen schnellen Schluck nimmt und diesen genießt.
Die Sache mit dem Eis
Ebenso geteilter Meinung, wie bei dem gerührten oder geschüttelten Martini, scheiden sich die Geister bei der Zugabe von frischem klaren Wasser oder Eiswürfeln in Drinks. Puristen schwören darauf, den Drink, sei es ein Whisky oder einen Digestiv, pur und unverdünnt zu genießen, um so die vielfältigen Geschmacksnuancen besser herauszuschmecken.
Weniger puristisch Veranlagte sind der Meinung, dass durch die Zugabe von Eis oder Wasser ein gutes Destillat noch besser wird, da es den Geschmack unterstützt. Generell lässt sich sagen, dass z. B. ein gut gebrannter Whisky durch die Zugabe von Eis oder Wasser milder im Geschmack wird. Das Eis bzw. Wasser bewirkt eine leichte Verdünnung, dadurch wird der hohe Alkoholgehalt, der unsere Geschmacksempfinden deutlich irritieren kann, minimiert. Durch diese Reduzierung werden die Geschmacksrezeptoren unserer Zunge deutlich weniger „gereizt“, und Aromenstoffen wie Vanille und Kokos können jetzt intensiver wahrgenommen und geschmeckt.
Letztendlich entscheidet aber Ihr ganz persönlicher und individueller Geschmack, ob der Martini á la Bond oder z. B. ein Whisky auf Eis genossen wird.
Vielleicht probieren Sie die unterschiedlichen Methoden einfach einmal aus. In diesem Fall wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Verkostung.
Ihr
Rüdiger Sasse
www.sassekorn.de
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