Der Zoo Safaripark Stukenbrock

An einem schönen Oktobermorgen ging es los. An der A33 nahmen wir die Abfahrt Stukenbrock/Senne und nach einigen Minuten Fahrt durch Kiefernwald kamen wir am gut ausgeschilderten Park an. Hier erwartete uns am Eingang Susanna Stubbe, Pressesprecherin des Zoo Safariparks, die uns durch die Anlage führte.


Die Besucher können vom Eingangsbereich aus auf asphaltierten Straßen durch die Freigehege fahren. Diese sind so angelegt, dass während der Fahrt möglichst viele Tiere gesehen werden können. Das „Safariland“ ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, die durch Sicherheitsschleusen getrennt sind. In diesen Bereichen leben die Tiere (fast) wie in freier Wildbahn und so sind speziell bei den Raubtieren die Besucher angehalten, die Fenster geschlossen zu halten. Bei sonnigem Wetter kamen wir uns dabei vor wie auf einer Safari, auch wenn die Temperaturen mit rund 20 °C etwas moderater waren. Wer kein eigenes Auto hat oder in einer Gruppe anreist, kann natürlich einen der pittoresken Safaribusse nehmen.
Wir selber kamen in den Genuss einer VIP-Tour. Bei dieser fährt man zusammen mit einem Pfleger in einem Jeep über das Gelände bis nah an die Tiere heran. Dabei gibt es dann Natur zum Anfassen – hier kann es schon mal passieren, dass die Jacke von einem Kamel angesabbert wird. So eine VIP-Tour gibt es natürlich nicht nur für die Presse, sondern sie kann auch regulär beim Park gebucht werden.
Insgesamt leben in den Freigehegen rund 600 Tiere, davon 50 Raubkatzen. Eine Besonderheit sind die weißen Löwen aus Timbavali in Südafrika. Diese Löwen sind keine Albinos, sondern eine seltene Farbvariante der bekannten braungelben Arten, die in der freien Natur durch fehlende Tarnung kaum überlebensfähig sind. Von ihnen soll es weltweit nur rund 300 Tiere geben. Ähnlich sieht es mit den weißen Tigern aus. Die beiden Weltstars Siegfried & Roy übernahmen die Patenschaft für beide Zuchtprogramme und sind auch im Austauschprogramm involviert. Alleine 8 000 bis 12 000 Quadratmeter machen die Flächen im Safari-Freigehege für Löwen und Tiger aus.

Nach Durchfahrt der Safaristrecke kann das Auto auf dem Parkplatz abgestellt und der Park zu Fuß erkundet werden. Z. B. gibt es ein großes Erdmännchen-Gehege und die größte Gepardenfreianlage in Deutschland. Mutige können sich in 5 m Höhe über den Geparden an einem Hochseilgarten versuchen – natürlich gut angeschnallt. In einem anderen Gehege vertauschen sich die Rollen und die Besucher sitzen im Käfig: mit einem vergitterten Zug können sie durch das Berberaffen-Gehege fahren. Die Tiere toben dabei herum, klettern auf den Zug und können von den Besuchern – natürlich mit passendem Futter – gefüttert werden.

Wir konnten bei unserem Besuch gut das enge Verhältnis der Mitarbeiter zu den Tieren beobachten. Für Buffy, eine alte Nashornkuh, wurde aus dem Zoo Dortmund mit Snoopy ein passender Bulle übernommen, die Elefanten stammen alle aus Zirkusbesitz und wurden mühevoll in das Zooleben integriert. Insgesamt ist der Park mit den Zoos der Umgebung gut vernetzt und man hilft sich gegenseitig aus. Im Gespräch stellten wir fest, mit wie viel Liebe sich um die Tiere gekümmert wird.
Sicher sind die Tiere die Hauptattraktionen des Zoo Safariparks, doch für die Familie gibt es auch noch einen Vergnügungspark mit 20 Fahrgeschäften: von der Achterbahn über Wildwasserbahnen bis zum Apfel-Karussell und dem Wasser-Spielparadies für die Kinder. Viel Wert wird dabei nicht nur auf passive Fahrgeschäfte, sondern auch auf das aktive Spielen gelegt. Drei Shows bietet der Freizeitbereich außerdem in der Hauptsaison. Die Westernstadt mit Cowboys und Indianern, das Afrika-Theater mit einer Illusions- und Magie-Show sowie der parkeigene Zirkus mit Clowns und Artisten laden zwei Mal täglich ein.

Für das leibliche Wohl gibt es einige Möglichkeiten. Im Freizeitbereich gibt es natürlich Snacks, in der Pizzeria kann man auf ein Gehege mit weißen Löwen blicken und der Grill- und Biergarten lädt als Chillout-Area mit Liegestühlen und Hüpfburg ein. Wer selber grillen will, hat auf einer Insel am See die Möglichkeit dazu.

Für Hochzeiten, Firmenfeiern etc. bietet der Park verschiedenste Möglichkeiten. Dabei können sowohl Location, Catering als auch spezielle Angebote wie Show-Acts oder das Abenteuer-Dinner in der Geparden-Lodge gebucht werden.

Die Saison für den Park beginnt im März 2016 mit den Osterferien, danach ist er täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Über das Jahr finden zudem verschiedenste Events statt, die man am besten auf der Website einsieht. Kinder unter 4 Jahren haben freien Eintritt, für die meisten Fahrgeschäfte ist ein Mindestalter von 6 bis 8 Jahren erforderlich.

Wir finden, ein Besuch im Zoo Safaripark Stukenbrock ist durchaus eine längere Anfahrt wert. Gerade Familien mit Kindern haben hier die Möglichkeit einen entspannten Tag zu verbringen.

Weitere Informationen:
www.safaripark.de