Almer Schlossmühle

Wind- und Wassermühlen sind landesweit beliebte Standorte für gediegene und ausgefallene Gastronomien. Nach der Windmühle Fissenknick in Horn Bad Meinberg möchten wir Ihnen in unserer Reihe „Beliebte Landgasthäuser“ diesmal die Almer Schlossmühle in Brilon-Alme vorstellen.

Alme nennt sich auch das Dorf an den Quellen. Die denkmalgeschützte Mühle liegt östlich des Flusses Alme. Von der Außenmauer des Schlossparks von Schloss Alme wird sie nur durch die Schloßstraße getrennt. Schlossmühle und Schloss sind im Besitz des Grafen von Spee. In Alme existierten vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert hinein teilweise zwei Sägemühlen und vier Mahlmühlen. Allesamt waren Wassermühlen. Die Almer Mahl- bzw. Schlossmühle wurde zwischen 1870 – 1880 errichtet. Um 1900 wurde ein Wohntrakt aus Backsteinmauerwerk angebaut. Die Mühle diente als Sägemühle und bis 1964 als Mahlmühle. Bis 1958 diente sie gleichzeitig der Stromversorgung des Dorfes. 1914 begann Müller August Runge mit einer 3,5 kW Turbine Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen. Ab 1917 übernahm sie mit neuen Maschinen die öffentliche Stromversorgung für Alme. Erst 1958 wurde die VEW öffentlicher Stromversorger des Ortes. An der Nordseite der Mühle war eine Bäckerei angebaut. Hier wurde das geerntete Korn gemahlen und in dem Steinofen der Bäckerei zu Brot gebacken. Ab den 1960er Jahren verlor die Mühle mehr und mehr an Bedeutung. Bäckerei und Mühle wurden geschlossen.

Alme_MG_2522

Die Neuzeit

1997 wurde die Mühle aufwendig restauriert und zu einem Lokal umgebaut, das im Jahre 1998 eröffnet wurde. Im November 2013 übernahm der 1979 in Villach (Kärnten) geborene Martin Steiner die Schlossmühle als Pächter. Sein beruflicher Werdegang führte den sterneerfahrenen Spitzenkoch durch große Küchen. Seine Stationen waren unter anderem Lafers Stromburg, das Lorenz Adlon Berlin, das Savoy London, Ars Vivendi (1 Michelinstern), Johann Lafers Le Val D’Or in Lafers Stromburg und dann ging es vom Jumeirah Hotel Frankfurt nach Brilon.
Hier verwirklichte er einen lang gehegten Wunsch: sein eigenes Restaurant – die Almer Schlossmühle.

Alme_Filet_Styria_Beef

Die Gastronomie in der Almer Schlossmühle erstreckt sich über zwei Etagen – innen alles echt. Alte Balken und Dielen sowie historische Ausstattungs- und Produktionsgegenstände aus der aktiven Mühlenzeit, wie zum Beispiel die alte Turbine.

Im Erdgeschoss befindet sich die Weinstube mit 36 Plätzen. Das Restaurant mit 48 Plätzen finden Sie in der 1. Etage sowie die Mühlenstube, ein kleines Gesellschaftszimmer für 20 Personen. Vor der Schlossmühle befindet sich noch ein kleiner rustikaler Biergarten.

In Martin Steiners Schlossmühle gibt es das Essen, das ihm am allerliebsten ist: Kärntner Spezialitäten aus seiner Heimat und eine feine deutsche Regionalküche. Alle Zutaten stammen aus der Region, alles frisch und aufwendig selber hergestellt – und das zu ganz alltäglichen Preisen. Die Weinkarte, nur deutsche und österreichische Weine, umfasst 75 Positionen. Zehn Weine werden auch offen angeboten. Für die Restaurantkritiker und Gäste ist Steiner nach etwas über zwei Jahren in Alme etabliert und angekommen. Der Große Restaurant & Hotel Guide von Bertelsmann zeichnete ihn 2014 als Aufsteiger des Jahres für seine Tätigkeit als Küchenchef im „Max on One“ / Hotel „Jumeirah“ aus. Der Guide Michelin vergab 2015 einen Bib Gourmand an die Almer Schlossmühle. In 2016 zeichnete ihn der Bertelsmann Guide mit 3 Kochmützen und dem begehrten Pfeil nach oben (hervorhebenswert in seiner Kategorie) aus. In nächster Zukunft möchte Martin Steiner seinen Cateringbereich unter dem Motto „Mühlenteam on Tour“ weiter ausbauen – kulinarisch natürlich auf dem Niveau seines Restaurants.

Alme_MG_7561

Weiterhin entwickelt er stetig verschiedene saisonale Aktionen neben dem Restaurantbetrieb. Ob Termine in der Weinstube oder das Mittwochs-BBQ im Sommer, welches sich zum beliebten Treffpunkt für Genießer entwickelt hat.

Weitere Informationen:
www.almer-schlossmuehle.de