White Dogs
Der Reiz des Verruchten

habbel_kolumneWhite Dog, New Make und Moonshine – diese verschiedenen Begriffe meinen ein- und denselben Inhalt: Einen ungereiften frisch destillierten „Whisky“, der gesetzlich so noch nicht genannt werden darf.
Durch die Prohibition sollten die USA moralisch und körperlich gesunden, doch stattdessen boomte das organisierte Verbrechen. Selbst die High Society Washingtons trank illegal – besonders beliebt war der White Dog. In der Zeit von 1919 bis 1933 waren Mondscheinkneipen, auch Speakeasy genannt, deshalb besonders begehrt. Zutritt hatten nur die Gäste, die auch Mitglied waren, denn in diesen Kneipen wurde illegal gebrannter Alkohol unter der Ladentheke ausgeschenkt. Bekannte Gangsterbosse wie Al Capone und Johnny Torrio hatten zu dieser Zeit ihre Hochkonjunktur in der illegalen Alkoholindustrie.
hochprozentiges_2014_02_white_dogsVielleicht ist dies der Grund warum der „weiße Whisky“ im Moment so trendy ist – es ist der Reiz des Verruchten. Große US-Whiskyproduzenten wie Jim Beam und Jack Daniels machen es vor und verkaufen ihr frisches Destillat. Aber auch viele kleine amerikanische Brennereien haben diesen Trend aufgegriffen und erobern mit ihren frischen Abfüllungen den Markt.
Auch die Barszene fokussiert mehr und mehr den ungereiften Whisky, der übrigens zum Mixen hervorragend geeignet ist. Seit Jahren steigt der Wodkakonsum stetig an, so dass sich viele Bartender über eine Alternative zum Wodka freuen.
Probieren Sie doch einfach einmal eine klassische Bloody Mary mit einem White Dog statt Wodka – Sie werden begeistert sein.

Weitere Informationen:
www.brennerei-habbel.de